Interview mit BeuthBonus+-Dozentin Natalie Schnar über digitales Lernen in Corona-Zeiten

erstellt von Nana Nkrumah | |   Neuigkeit

Mit „Blended Learning“ bietet BeuthBonus+ normalerweise eine Mischung aus Präsenzveranstaltungen und Onlinelernen an. Um alle Mitwirkenden in der Corona-Krise bestmöglich zu schützen, haben wir innerhalb kürzester Zeit unser gesamtes Angebot auf Online-Formate umgestellt. Natalie Schnar ist schon seit mehreren Durchgängen bei BeuthBonus+ als Dozentin tätig. Sie unterrichtet „Interkulturelle Kommunikation“ sowie „Zeit- und Selbstmanagement“. Im Interview berichtet sie, wie sie die Umstellung erlebt hat und gibt Tipps fürs Homeoffice.


Welche Herausforderungen gab / gibt es für Sie bei der Online-Lehre?
Da ich in der Regel Präsenzveranstaltungen habe, unterscheidet sich natürlich so ein Webinar rein von der Didaktik von einem Seminar. Dabei ist es spannend zu entdecken mit welchen (technischen) Mitteln sich Inhalte kurzweilig und unterhaltsam vermitteln lassen. Vor allem bei Trainingseinheiten und Übungen muss ich noch schauen, welche Alternativen ich finde, die funktionieren. Denn eine 1:1 Umsetzung eines Seminars lässt sich online eben nicht realisieren.

Was sind aus Ihrer Sicht Vorteile beim digitalen Lernen?
Die Chance, die sich für uns alle durch diese plötzliche Umstellung auf die Online-Lehre auftut, ist mit Sicherheit der Punkt der Flexibilität und Entdeckungslust. Durch die Quarantäne und Ausgangsbeschränkungen müssen wir von Zuhause aus arbeiten und schaffen uns so neue und ungeahnte Arbeitsmöglichkeiten. Plötzlich werden Online-Meetings und Webinare denkbar, wo es vorher nicht unbedingt in Betracht kam. Für mich steht schon seit einiger Zeit die Digitalisierung meiner Arbeitsmaterialien an und auch grundsätzlich eine Öffnung in Richtung Online-Angebote. Nun habe ich endlich die Gelegenheit und die Dringlichkeit mich eher in diesem Bereich auszuprobieren. Ähnlich sicher auch für die Teilnehmenden, die sich in gewohnter Umgebung des Homeoffice in Webinaren ganz neu ausprobieren können, ob im Lernen, oder den technischen Mitteln der digitalen Lehre.

Wie haben die BeuthBonus+-Teilnehmenden die Umstellung wahrgenommen?
Aus meiner Sicht gibt es eine große Offenheit und Bereitschaft der Teilnehmenden sich auf die Umstellung einzulassen. Die Vorteile liegen auch für sie auf der Hand, sie freuen sich die Zeit der Ausgangsbeschränkung mit Hilfe des digitalen Angebots gut und effektiv nutzen zu können.

Welche Tipps geben Sie Teilnehmenden von E-Learning-Angeboten? Gibt es etwas zu beachten?
Ich empfehle meinen Teilnehmenden dringend feste Lernzeiten einzuhalten. Vor allem, wenn auch gleichzeitig Kinder zu betreuen sind, die sich ohne Kita und Schule zuhause langweilen und viel Aufmerksamkeit verlangen. Das ist eine schwierige Zeit für alle, ob mit oder ohne Familienanschluss. Aber feste Lernzeiten geben uns selbst und anderen Familienmitgliedern eine gute Struktur, wann man für andere erreichbar ist. Während der Lernzeit, und diese sollte nicht zu lang sein, maximal zwei Stunden am Stück, wird nicht gekocht, vorgelesen, gespielt oder sonstiges gemacht - es wird nur gelernt und intensiv gearbeitet. Nach einer Pause geht es dann weiter mit dem Lernen. Dafür kann man im Anschluss an die Lernzeit für alle wieder erreichbar sein. Im Fall der Präsenzveranstaltungen ist man ja auch nicht da, so sollte man sich selbst und auch für andere sichtbar mit E-Learning-Angeboten umgehen, auch wenn man in der Jogginghose auf dem Bett sitzt.

Vielen Dank für das Interview und das tolle Engagement in der digitalen Lehre bei BeuthBonus+!

© Tony Haupt / BeuthBonus+

Das Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)" wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert

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