Ziel der Maßnahme 

Deutsche Hochschulen verzeichnen seit längerem überdurchschnittlich hohe Abbruchquoten in den MINT-Fächern. Begünstigend sind bereits diskriminierende Praxen und Verhältnisse in der Vorstudienphase, denen bestimmte sozio-demographische Gruppen stärker ausgesetzt sind. So haben bspw. Studierende mit Migrationsgeschichte und Studierende aus nicht-akademischen Elternhäusern ein höheres Abbruchsrisiko. Im Studienverlauf sind die fachliche Überforderung, eine fehlende Integration in die akademische Kultur und das neue soziale Umfeld große Risikofaktoren.

Es sind somit Angebote erforderlich, die nicht nur fachliche Unterstützung bieten, sondern auch für eine akademische und sozial-psychologische Einbettung der Studierenden sorgen. Als Instrument zur Förderung der Chancengerechtigkeit soll ein gender- und diversity-sensibles Mentoring-Programm entwickelt werden mit dem Ziel, den Studienerfolg zu steigern und die Risiken für einen Studienabbruch zu mindern, insbesondere bei nicht-traditionellen Studierenden. Ein damit verbundenes Ziel ist die Zusammenführung und kontinuierliche Adaptation von Unterstützungsinitiativen der BHT an sich ändernde Bedarfe unterschiedlicher Zielgruppen. Übergeordnetes Ziel ist die nachhaltige Etablierung einer gender- und diversity-sensiblen Mentoring-Grundstruktur, die sich fortlaufend an wandelnde Zielgruppen und ihre Bedarfe anpasst.

Kurzbeschreibung

Das Mentoring passt sich fortlaufend an neue Bedarfe und Zielgruppenkonstellationen an. Ein kurzer zeitlicher Überblick der Maßnahme:

  1. Kurzassessment der individuellen Bedarfe der Mentees in der Studieneingangsphase.
  2. Qualifizierung der studentischen Mentor*innen über bereits bestehende bzw. (mit Fokus auf Diversity u. Antidiskrminierung) neue Lehrveranstaltungen im Studium Generale
  3. Matching, um fachspezifische, soziale als auch akademische Bedürfnisse der Mentees möglichst direkt abzudecken.
  4. Fortlaufend im Studienverlauf: bedarfspassend verschiedene Mentor*innen aus höheren Semestern und weitere Hilfsangebote zu unterschiedlichen Studiensituationen .
  5. Spezifische Fragestellungen: Unterstützung u. a. auch von Dozierenden, Doktorand*innen und Mentor*innen aus fachnahen Betrieben.
  6. Rollierendes Mentoring: Mentees werden zu Mentor*innen.
  7. Angestrebt wird eine Vernetzung verwandter Angebote an der Hochschule (bspw. das Buddy Programm, Welcome! & Integra, Student for a day, das Tandem-Projekt für Studierende mit Kind(ern), das Schreiblabor, E-Tutorien). Insbesondere heißt das:
  • Eine Abstimmung über die Inhalte der Lehrveranstaltung für Mentor*innen
  • Eine zentrale Online-Präsenz der bestehenden Angebote/Ansprechpersonen an der Hochschule, die den Mentees zur Verfügung gestellt wird
  • Austausch und Dokumentation maßnahmenrelevanter Informationen (Netzwerke, Best-Practice Beispiele etc.)
  • Gemeinsame öffentlichkeitswirksame Aktionen zu den Themenschwerpunkten der Maßnahmen (bspw. Diversity u. Antidiskriminierung)
  • Eine Vermeidung von Doppelstrukturen

 

Kontakt

Kaja Napotnik, M.A. (Projektverantwortung)

E-Mail: kaja.napotnik(at)bht-berlin.de

Telefon: +49 (0)30 4504 5140

Webseite: bht-berlin.de/gutz