Grünflächen stehen vor dem Hintergrund des Klimawandels und den zunehmenden Wetterextremen vor einigen Herausforderungen und bieten gleichzeitig viel Potential für neue naturbasierte Lösungen. Wie kann man in diesem Kontext selbst aktiv werden, um Biodiversität zu fördern sowie dabei zirkuläre Prinzipien anwenden und gleichzeitig Menschen zusammenbringen?

Praktische Antworten darauf liefert die Kooperation unseres Praxispartners, dem Pflege und Wohnen Sunpark der Johannesstift Diakonie. Auf dem Campus des Sunparks in Berlin Neukölln, haben wir gemeinsam mit den Mieter:innen der des Service Wohnens und Studierenden des Garten- und Landschaftsbaus unter Betreuung von Prof. Tanja Haise (BHT) im September 2025 Hochbeete und im September und Oktober 2025 Bioreaktoren gebaut. Ein Bioreaktor ist im Grunde ein Behälter, in dem unter optimalen Bedingungen Mikroorganismen oder Pflanzen wachsen. In diesem Falle handelt es sich um pilzbasierte Bioreaktoren, mit denen ein sogenanntes “Inokulat” hergestellt wird. Dieses wiederum dient als eine Art Dünger, z.B. für die Hochbeete.

Als Anleitung für den Bau diente ein open source Konzept für pilzbasierte Bioreaktoren nach Johnson-Su. In einem Testzeitraum von 12 Monaten wird nun beobachtet, wie sich das primär selbstversorgende System entwickelt. Ziel ist es das dabei entstehende Substrat, das sogenannten Inokulat, als Nährstoff für die Hochbeete zu nutzen.

Das Besondere am Bauprozess war zudem die Zusammenarbeit von Studierenden und Mieter:innen des Sunparks, um bewusst neben der Biodiversität auch den sozialen Austausch und das lebenslange Lernen zu fördern.

Das Projekt zeigt, dass Resilienz multidimensional gedacht und umgesetzt werden kann.