Internationale akademische Zusammenarbeit gewinnt besonders dann an Bedeutung, wenn sie sich durch direkten Dialog, gemeinsame praktische Erfahrungen und persönlichen Austausch zwischen Hochschulen entwickelt. Dieser Ansatz zeigte sich erneut während des zweiten Besuchs ukrainischer Professorinnen und Professoren an der Berliner Hochschule für Technik (BHT) im Rahmen des vom DAAD geförderten PACK IT-Projekts.
Eines der zentralen Ziele des Projekts besteht darin, kontinuierlich neue Lehrende, Forschende und Fachbereiche der Partneruniversitäten in gemeinsame Aktivitäten einzubeziehen. Jeder Besuch schafft daher nicht nur die Möglichkeit, das akademische Leben an der BHT aus erster Hand kennenzulernen, sondern auch neue berufliche Kontakte zu knüpfen, Forschungsperspektiven zu erweitern und zukünftige Kooperationsfelder in Lehre, Forschung und studentischen Initiativen zu identifizieren.
Die diesjährige Delegation der Nationalen Universität für Lebens- und Umweltwissenschaften der Ukraine (NUBiP) sowie der Nationalen Universität für Lebensmitteltechnologien (NUFT) nahm an einem intensiven Programm des akademischen Austauschs an der BHT teil. Während der Woche diskutierten ukrainische und deutsche Kolleginnen und Kollegen über Lehrmethoden, aktuelle Forschungsaktivitäten, digitale Lerntechnologien sowie Möglichkeiten zur Stärkung gemeinsamer Bildungsinitiativen innerhalb des PACK IT-Netzwerks.
Die Delegation setzte sich aus Professorinnen, Professoren und Forschenden verschiedener ingenieurwissenschaftlicher und technologieorientierter Fachrichtungen zusammen. Die NUBiP wurde vertreten durch Prof. Dmytro Kasatkin, Leiter des Fachbereichs Computersysteme, Netzwerke und Cybersicherheit, sowie durch Prof. Semen Voloshyn aus demselben Fachbereich, dessen Arbeitsschwerpunkte auf modernen digitalen Technologien und Cybersicherheit liegen.
Die NUFT wurde durch Professorinnen und Professoren verschiedener ingenieur- und technologieorientierter Fachbereiche vertreten. Prof. Dmytro Matsebula und Prof. Oleh Klymenko vom Fachbereich Automatisierung und Computertechnologien von Steuerungssystemen präsentierten ihre Expertise im Bereich der industriellen Automatisierung und digitaler Steuerungssysteme. Prof. Liudmyla Kryvoplias-Volodina, Leiterin des Fachbereichs Mechatronik und Verpackungstechnik, stellte aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Mechatronik und Verpackungstechnologien vor, während Prof. Olena Chepeliuk Forschungs- und Lehraktivitäten zu modernen Produktionstechnologien für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie präsentierte.
Ein wichtiger Bestandteil des Programms waren Präsentationen der Fachbereiche, Forschungsrichtungen und studentischen Entwicklungen. Im Rahmen eines Treffens mit Olivia Key, Leiterin des Referats Internationale Angelegenheiten der BHT, stellten die ukrainischen Gäste ihre Universitäten, Fachbereiche und aktuellen akademischen Aktivitäten vor, während gemeinsam Möglichkeiten für eine zukünftige Zusammenarbeit innerhalb des PACK IT-Netzwerks diskutiert wurden.
Der Besuch umfasste außerdem Vorlesungen und Workshops für Masterstudierende der Fakultäten V und VII. Die ukrainischen Professorinnen und Professoren präsentierten Themen wie industrielle Automatisierung mithilfe des PACFrameworks, Smart-Campus-Technologien, digitales Design und 3D-Modellierung sowie Computertechnologien für Verpackungsdesign und Verpackungsproduktion. Neben theoretischen Konzepten stellten die Vortragenden auch studentische Entwicklungen, angewandte ingenieurwissenschaftliche Lösungen und praktische Industrieerfahrungen vor, was zu lebhaften Diskussionen mit Studierenden und Professorinnen und Professoren der BHT führte.
Besondere Aufmerksamkeit galt der praxisorientierten Lehre und modernen Ingenieurausbildung. Prof. Roland Kirchberger führte die Gäste durch die Labore für Elektrotechnik und Automatisierung an der BHT und stellte aktuelle Aktivitäten im Bereich der Automatisierungs- und Prozessleittechnik vor.
Ein weiteres Highlight des Programms war der Besuch der Verpackungslabore unter der Leitung von Prof. Stefan Junge, bei dem moderne Verpackungstechnologien, Lehransätze und Möglichkeiten zukünftiger Zusammenarbeit diskutiert wurden. Während des gesamten Besuchs tauschten sich ukrainische und deutsche Kolleginnen und Kollegen intensiv über ihre akademischen Strukturen, Forschungsschwerpunkte und innovativen Lehrmethoden aus und stärkten damit die Zusammenarbeit zwischen den Partneruniversitäten weiter.
Die Gäste besuchten außerdem die Bibliothek der BHT, wo Jan Worath innovative Bibliotheksservices, moderne Lernräume sowie Unterstützungsangebote für Studierende und Forschende vorstellte.
Über das offizielle Programm hinaus bot der Besuch wertvolle Möglichkeiten für Networking und akademischen Austausch. Die Gespräche während der Woche konzentrierten sich auf zukünftige COIL-Initiativen, gemeinsame studentische Aktivitäten, Forschungskooperationen sowie Möglichkeiten zur Erweiterung internationaler Mobilität innerhalb des PACK IT-Netzwerks.
Der Besuch zeigte erneut, dass nachhaltige internationale Zusammenarbeit durch Offenheit, Dialog und gemeinsames akademisches Engagement entsteht. Gerade in herausfordernden Zeiten stärken solche Austausche professionelle Netzwerke, fördern Innovationen und schaffen neue Möglichkeiten für Studierende, Forschende und Hochschulen auf beiden Seiten.














